die Arbeiten beginnen

Nun ist es ja schon eine Weile her, daß Ihr was von uns gehört habt; nicht, daß da nix passiert, langsam und stetig geht es voran. Das Mädchen steht schon einige Zeit in der Halle und beginnt langsam zu frieren. Kennt sie so eine kühle Umgebung doch gar nicht mehr, obwohl die Konstruktion für die nördlicheren Breiten gedacht ist. Na, wenn man sich jahrelang nur im Süden rumtreibt…..

Was haben wir denn nun seit August schon alles gemacht? Ehrlich gesagt: viel war es, optisch gesehen, noch nicht.

Gut, wir haben mal alles vom Boot runtergenommen, was da so rumlag. Wir haben inzwischen viele Löcher in unnerm „Klein-Häuschen“ vollgestopft mit Leinen, Aufbauten, Segel, Gummikuh, Polstern, und, und, und.

Unser Hauptaugenmerk bei den Arbeiten liegt ja auf der Kompletterneuerung der Elektrik. Also ging es erst mal daran, unserem „Elektroteam“ das Boot zu zeigen und vorzuführen, was ist vorhanden und was wollen wir. Versuchen, sich über die Komponenten, die gebraucht werden mal schlau zu machen, Angebot einholen … und, und, und.

Dann haben wir inzwischen die gesamten Deckenverkleidungen im Salon heruntergenommen und sind daran gegangen, herauszufinden, welches Leerrohr kommt woher und führt wohin. Was schon ein ziemliches Gefummel war. Einige Abzweige wollen partout nicht preisgeben, wo sie hinführen.

links: so schaute unser Schaltpaneel bisher aus / rechts: ein vorhandener „Schaltplan“

noch Fragen, warum wir das neu machen wollen? Naja, funktionieren tut alles (meistens, ne also schon oft) – aber wir wüssten halt gerne, wo was ist und wollen sicher gehen, daß das die nächsten Jahre auch funktioniert. Ist halt alles schon etwas älter auf unserem Mädchen

auf dem rechten Bild sieht man mal mit und ohne Deckenverkleidung

Ach ja, ich habe mich anfangs auch mal mit den Sitzpolstern für den Außenbereich beschäftigt und diesen alle Schichten an Stoffen abgenommen. Zum Teil waren hier 3 Lagen übereinander „neu gemacht“. Habe diese dann mal gewaschen und mich am „Polsterbezugnähen“ ausprobiert, um zu sehen, wie geht das, daß das hinterher auch „ein Gesicht“ hat. Gut, ich weiß jetzt, wie ich wo hinlangen muß und es sieht auch ordentlich aus. Aber wir sind doch zu dem Schluß gekommen, daß wir die alten Bezüge nicht mehr benutzen wollen und hier in neue Stoffe investiert werden. Eine Aufgabe, der ich mich widmen werde, wenn wir endlich „unseren“ Bezugsstoff gefunden haben.

Die Nähwerkstatt

Jochen hat sich auch mit viel Liebe unserem Dinghi-Motor angenommen, da dieser nicht „rund“ lief. Wenn dieser warm war, hat er nicht gesund geklungen. Irgend etwas stimmte da nicht. Also hat er ihn komplett zerlegt und gereinigt und siehe da – da waren ein paar Späne drin, die da wirklich nicht reingehören. Ein paar neue Lager/ Dichtungen und schon läuft er wieder besser; was wir mal in einem großen Wasserkübel in der Garage vorab getestet haben. Der Belastungstest findet dann mal bei wärmeren Temperaturen statt ;-).

Nun bin ich inzwischen auch mal ein paar Stündchen im Motorraum verschwunden. Jaaaa, ihr lest richtig. Der Bürofuzzi im Motorraum.

Da ich mich aufgrund meiner Körpergröße einfacher zusammenfalten kann, kam mir die Aufgabe zu, das ganze alten Ölgeschmiere, daß sich hier angesammelt hatte, auf den Leib zu rücken, nachdem wir die Flüssigkeitsansammlung mit unserer Absaugpumpe bereits schon abgesaugt und entsorgt hatten. Also ging es mit vielen Lappen und einer Sprühflasche Kaltreiniger auf die Knie und wischen, wischen, wischen. Ich würde jetzt nicht sagen „wie neu“, aber man erkennt schon mal, daß das alles weiß lackiert war und nicht schwarz.

unser Motorraum von oben – hier steht eigentlich der Motorblock drüber – unter allen Blechen muß mal geschrubbt werden. Ihr seht das „schwarze Loch“ in der oberen Bildhälfte. Hier stand der Öl-Schmier-Sumpf drin

wenn unser Motor wieder einzieht, kann er sich über eine einigermaßen „saubere“ Umgebung freuen.

Jochen hat nun schon eine zweites Anzeigendisplay im Cockpit installiert, damit wir nicht immer zwischen den Anzeigen umschalten müssen, sondern auf zwei getrennten Anzeigen alle wichtigen Optionen angezeigt bekommen. z.B. gleichzeitig die Tiefe und die Geschwindigkeit.

links gaaanz neu – dazwischen die „antiken“ Anzeigen – rechts die neue (vor dem Überführungstörn eingebaut)

Auch unser neuer Wechselrichter hat seinen Platz eingenommen.

aus alt…
….mach neu

Es sind jetzt wohl alle Lehrrohre mal identifiziert worden – YEAH. Gleich mal durchnummeriert und überall beschriftet und im Plan eingemalt, wo was ankommt und wo es weitergeht. Nicht daß dieses Wissen gleich wieder verloren geht.

mal alles im Plan reingemalt

Es wurden dann auch noch die Geräte entfernt, die sowieso nicht mehr genutzt werden und die entsprechenden Kabel gleich mit dazu, da wird der Kabelsalat doch auch gleich wieder etwas übersichtlicher.

… und für die große Info- und Shoppingtour auf der „Boot“ im Januar in Düsseldorf sind Zimmer und Eintrittskarten gebucht. Wir werden berichten!

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