Tag 49 – Norderney Hafentag

Nachdem wir gestern hier schön von der SAR Eugen an der Kaimauer „abgelegt“ wurden, ging es heute morgen für den Skipper als erstes daran, den Mangel an unserem Motor zu beheben. Nach diversen You-Tube-Filmen (da war nix passendes dabei) und schmökern in seinem kurz vor der Fahrt neu erworbenen Motorhandbuch (in Deutsch) hat er den Motor entlüftet und nach einer halben Stunde Fummelei lief unser altes Mädchen wieder. Ein toller Gerät!!! (wie der Nicht-Deutsche sagen würde)

vorne die Eugen, links dahinter unsere JOSA

Wir Mädels sind dann mal losgezogen, um zu sehen, ob wir nicht noch einen Liegeplatz in der Marina an einem Schwimmsteg bekommen. Unser Liegeplatz war halt schon etwas „unkomfortabel“ an der Kaimauer. Bei einem Tidenhub von 2 – 3 Metern müssen hier die Festmacherleinen entsprechend mit genügend Lose befestigt werden. Denn, wenn wir bei Hochwasser anlegen und unser Boot mit den normalen Längen befestigen und das Wasser sinkt dann, dann haben wir das Problem, daß unser Boot nur an den Leinen in der Luft hängt. Genauso hatte ein Nachbarlieger seine Leinen zu kurz befestigt und Jochen ist mal zu ihm runtergeklettert und hat mal angeklopft und ihn darauf hingewiesen, daß sein Bug schon auf Zug in der Luft hängt und er doch seine Leinen etwas lockern müsste.

Entsprechend müssen wir bei Niedrigwasser halt auch die Kaimauerleitern hoch- und runterkraxeln, die natürlich auch glitschig sind, weil sie die Hälfte des Tages ja unter Wasser stehen und sich hier alles Mögliche ansiedelt.

unsere Kaimauer und -leiter mit unserer „ich-zieh-mir-das-Boot-her-Hilfsleine“ an der Leiter befestigt

Der Hafenwart der Marina hatte aber keinen Platz mehr für uns, also bleiben wir halt, wo wir sind.  Wenigstens die Duschen dürfen wir gegen einen kleinen Obulus benutzen. Dann noch geschwind zum Shopping und die Vorräte aufgefüllt. Oh, lecker Zwetschen. Gut, ich backe heute einen Zwetschgenplootz (fränkisch für Zwetschenkuchen vom Blech).

Jochen hat dann noch etwas am Boot rumgewerkelt, während ich den Kuchen gebacken habe. Ein Blech haben wir dann den Jungs von der Seenot rüber getragen, die sich in ihrer überschwenglichen norddeutschen Art gefreut haben: „Jo“. Wie beim Franken: ned gmeckerd, is gelobd genuch!

Später sind wir dann auch noch mal losgezogen und haben uns etwas von Norderney angeschaut. Also von Corona ist auch hier nicht viel zu merken. Strand und Stadt proppevoll, alle Restaurants, Cafes und Kneipen bis auf den letzten Platz besetzt.

Nach unserem leckeren Abendessen sind wir früh zu Bett, weil wir morgen zeitig mit dem ablaufenden Wasser rausfahren wollen. Und das ist nun mal gegen 6 Uhr.

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